Die Stadt Wörth und die Verbandsgemeinde Kandel haben beim Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) die Genehmigung für ein neues interkommunales Gewerbegebiet beantragt. Der Zielabweichungsantrag der Gemeinden wurde am Freitag dem 19.3.2021 wegen Formfehlern von der Verbandsversammlung abgewiesen. Die Verbandsversammlung bereitet alle Entscheidungen in der Regionalplanung in der Metropolregion Rhein-Neckar vor.
Hierzu Gerd Unterforsthuber, verkehrs- und wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Kreistag Germersheim und Mitglied der VRRN-Verbandsversammlung:
„Die AfD-Fraktion in der Verbandsversammlung hat sich in der Sitzung des VRRN-Planungsausschusses am 19.3. für das neue Gewerbegebiet in Wörth ausgesprochen. Das Gebiet ist wegen seiner sehr guten Verkehrsanbindung äußerst attraktiv für Unternehmen aus der Technologie-Region Karlsruhe und bietet damit die Möglichkeit, weitere zukunftsfähige HiTech-Unternehmen in der Südpfalz anzusiedeln.
Im Gegenzug dazu sollte aber die Stadt Wörth auf die Bebauung bereits ausgewiesener Gewerbegebiete verzichten. Zusätzlich sollte auf eine optimierte Nutzung bereits bestehender Gewerbegebiete, zum Beispiel des Daimler-Werkes, angestrebt werden. Das Gebiet rund um das Hofgut Ludwigsau sollte wegen seines hohen Freizeitwertes als Naherholungsgebiet erhalten bleiben.
Für das neue Gewerbegebiet zwischen der ABA Kandel-Nord und Erlenbach kann sich die AfD jedoch nicht aussprechen, weil Erweiterungen des Gewerbegebiets Kandel Horst in Minderslachen zu bevorzugen sind. Im Rahmen des Umwelt- und Naturschutzes sollten wir den Flächenverbrauch sinnvoll steuern und die Versiegelung unserer Kulturlandschaft so gering wie möglich halten.“
Andreas Wondra, Sprecher der AfD-Fraktion im Kreistag Germersheim ergänzt:
„Grüne Politik gefährdet den Industriestandort Deutschland. Auch unsere Südpfalz ist betroffen. Wörth, mit über 10 000 Arbeitsplätzen allein im Daimler-Werk, ist wegen der Diesel-Hysterie gefährdet. Sollte der Abbau von Industriearbeitsplätzen weiterhin so rasant stattfinden, müssen wir schon heute für Ersatz sorgen. Neben dem Mittelstand müssen deshalb HiTech-Unternehmen aus der Technologie-Region Karlsruhe für die Südpfalz angeworben werden.“




